Beschluss nach vierjähriger Vorarbeit

Während der Stadtrat am Montag, 30. Juni, mit Blick auf das Stadtmuseum und den Marktplatz sowie die Entwicklung des Kur- und Thermenstandorts Bad Waldliesborn zweifellos knifflige Entscheidungen zu treffen hatte, ging das Votum für die Errichtung eines Begegnungszentrums im Norden deutlich harmonischer über die Bühne. Der einstimmig gefasste Beschluss lautet: „Der Mehrgenerationentreffpunkt im Lippstädter Norden an der Beckumer Straße in städtischer Trägerschaft wird auf der Grundlage des beigefügten Konzepts durch die GWL errichtet.“ Gewiss das Ergebnis der guten Vorarbeit, die seit vier Jahren von der Politik, dem städtischen Fachbereich Jugend und Soziales und der Wohnungsbaugesellschaft geleistet worden ist.

Mehrgenerationentreffpunkt für den Kernstadt-Norden

Lippstadt am Dienstag, 6. Juli 2021:
Wovon sich der damalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Hellmich (rechts) vier Jahre nach der Eröffnung des Mehrgenerationentreffpunkt im Wohnpark Süd einen persönlichen Eindruck verschaffte, soll nun an der Beckumer Straße in der nördlichen Kernstadt eine Ergänzung erfahren. Mit im Bild von links Frank Osinski, aus dessen Feder die Konzeption für das künftige Haus gegenüber der WLE (Westfälische Landes-Eisenbahn) stammt, Nanni Schütte, Leiterin der Begegnungsstätte ´Mikado`, Manfred Strieth, der frühere Vormann des Fachbereichs Familie, Schule und Soziales der Stadt Lippstadt und ein Wegbereiter des Ratsbeschlusses vom 30. Juni für das künftige Zentrum im Norden, sowie das SPD-Ratsmitglied Hans Zaremba.
Archiv-Foto: Karl-Heinz Tiemann

Sozialdemokraten initiierten das Vorhaben

„Damit können wir die vor acht Jahren im Wohnpark Süd mit dem ´Mikado` begonnene Arbeit auf den Norden ausweiten“, kommentiert das Ratsmitglied Hans Zaremba das von den Sozialdemokraten initiierte und beharrlich vorangetriebene Vorhaben. Das künftige Haus an der Beckumer Straße ist nach den Worten des SPD-Sozialexperten „die ideale Ergänzung der bislang im Kernstadt-Süden – mit den Zentren in ´Mikado` und ´Treff am Park` – vorgehaltenen Angeboten der Mehrgenerationenarbeit in Lippstadt“.

Kooperation mit der Lebenshilfe

Mit ausschlaggebend für den in 2017 im Wohnpark Süd eröffneten Treffpunkt war unter anderem die auf Vermittlung des damaligen Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich aus Bad Sassendorf zugesagte Förderung aus Bundesmitteln von jährlich 40.000 Euro bis in das Jahr 2018. Diesmal war für die Begegnungsstätte im Norden die Kooperation mit der Lebenshilfe, die in den oberen Stockwerken Appartements im Rahmen ihres Konzeptes „Betreutes Wohnen“ schaffen möchte, eine Hilfe. Ebenso fördernd war die Möglichkeit, auf dem im Eigentum der GWL (Grundstücks- und Wohnungsbau GmbH Lippstadt) das Gebäude errichten zu können. Derzeit wird von jährlichen Kosten für den Treffpunkt im Norden von einer Summe von rund 203.000 Euro ausgegangen.

Karl-Heinz Tiemann