Erweiterung des Museums weiter im Blick

Über das vom Stadtrat auf den Weg gebrachte Projekt der Erweiterung des städtischen Museums und die notwendige Renovierung des Palais Rose war in den letzten Monaten häufiger ein Thema von Rote Lippe Rose. Auch diesmal, wo die Informationen zum Zeitgeschehen über die im November ausgerichtete Mitgliederrunde des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums berichten.

Mitgliederversammlung der Freunde des Stadtmuseums

Lippstadt am Dienstag, 4. November 2025 (I):
Blick in das Publikum der gut besuchten Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums im Nicolaiforum.

Architektenwettbewerb

In ihrer Ansprache zu den Vereinsaktivitäten griff die Vorsitzende Brigitte Reich die politische Diskussion nach dem Start des Architektenwettbewerbs für die Erweiterung des Stadtmuseums auf. Insbesondere nannte sie die Initiative Freier Marktplatz und ihre Forderung für ein Bürgerbegehren. Der Förderverein habe mit Unterstützung jener Parteien, die sich für die Erweiterung des Museums stark gemacht haben, eine Gegenkampagne gestartet. Darüber hinaus berichtete Iris Korbmacher, Mitarbeiterin aus dem städtischen Fachdienst Gebäudewirtschaft, detailliert über die Entwürfe der drei Preisträger und nahm zum weiteren Verfahrung Stellung. Vor dem Hintergrund der bisherigen und verstärkt im Wahlkampf für das Bürgermeisteramt und die Zusammensetzung des Stadtrates für die Periode von 2025 bis 2030 registrierten Debatte hatte am Tag zuvor – Montag, 3. November – der ins Amt eingeführte Bürgermeister Alexander Tschense betont, dass die Fragen nach den Inhalten, Kosten, Parkraum und Kirmes sorgfältig und transparent beantwortet werden müssen und hinzugefügt: „Ich möchte das in Ruhe und gemeinsam mit allen Akteuren tun – und dem Rat dann vorschlagen, die Entscheidung in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen.“ Angesichts der „fragilen Mehrheiten“, wie Michael Bruns, Vorsitzender der Fraktion der Linken im Rat, am Abend der Mitgliederversammlung der Förderer des Museums im Nicolaiforum die gegenwärtige politische Konstellation im Stadtrat veranschaulichte, ist die Absicht des Bürgermeisters zweifellos kein einfaches Unterfangen.

Neuerwerbungen

Zudem gab Brigitte Reich bekannt, dass das Museum an wichtigen Neuerwerbungen eine Biedermeier Kinderwiege und Unterlagen aus dem Nachlass der Uhli-Feinstrumpfwerke erworben habe. Zugleich erklärte sie, dass durch den Abschluss eines Schenkungsvertrages zwischen dem Förderverein und der Stadt Lippstadt für Zueignungen eine sichere Grundlage und für potenzielle Mäzene auch eine Vertrauensbasis gegeben sei. Überdies teilte die Vorsitzende mit, dass die Zahl der Mitglieder – derzeit 164 Personen – deutlich gestiegen ist.  

Lippstadt am Dienstag, 4. November 2025 (II):
Die Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums, Brigitte Reich, mit dem Schatzmeister Markus Krüger (links) sowie dem Schriftführer Dr. Reinhard Laumanns vor der Wand mit den Entwürfen der Museumserweiterung.
Fotos (2): Karl-Heinz Tiemann

Mitgliederbindung

Zur Stärkung der Mitgliederbindung dienen der neugestaltete Vereinsflyer, die eigene Homepage (www.foerderverein.stadtmuseum-lippstadt.de) und die Instagram-Präsenz des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Lippstadt e.V., fügte die Vorsitzende hinzu. Und nach dem guten Start der Exkursion zu den Externsteinen und zum Hermanns-Denkmal werden Museumsfahrten vom Förderverein gemeinsam mit dem Heimatbund durchgeführt. Zufriedenstellend war für den Verein der Kassenbericht, den der Schatzmeister Markus Krüger erläuterte. Und Mechthild Möllers bestätigte ihm als Kassenprüferin eine ordnungsgemäße Buchführung ohne Beanstandungen. Auf ihren Vorschlag, wurde dem Vorstand für sein Wirken von der Versammlung Entlastung erteilt. Von den bisherigen Kassenprüferinnen, wozu neben der Berichterstatterin auch Ursula Jasperneite-Brökelmann gehört, scheidet nun satzungsgemäß Mechtild Möllers aus und an ihre Stelle wurde Holger Künemund einstimmig gewählt.

Ausstellungen

Von Dr. Christine Schönebeck, Leiterin des Stadtmuseums, erfolgten Informationen zur aktuellen Situation im Museum (Rathausstraße) und Depot (Hospitalstraße). Dazu führte sie aus, dass momentan die Einlagerung von Exponaten im Depot erfolgt, die abhängig von der Art ihres Materials vorbehandelt werden müssen. Darüber hinaus berichtete sie anhand einer Auflistung von Sonderausstellungen in 2025, von denen der größte Teil in der Rathaus-Galerie präsentiert wurde. Ebenso von der Ausstellung am Internationalen Museumstag am Sonntag, 18. Mai 2025, im Stadtmuseum mit einem Rückblick auf 100 Jahre Sammlungsgeschichte des Stadtmuseums. Zum Abschluss der Zusammenkunft war es der Kunsthistoriker Dr. Martin Dziersk aus Greven, der mit seinem unterhaltsamen und informativen Vortrag mit dem Titel „Die spinnen, die Römer – Oder vielleicht doch nicht?“ zur Kultcomic-Reihe Asterix und Obelix vermittelte.

Karl-Heinz Tiemann/Hans Zaremba