Berlin bezwingt Leipzig

Der überwiegende Teil der Beobachter der Bundesliga war über das 2:2 des FC Bayern München beim Heimspiel gegen den Tabellenletzten FSV Mainz 05 verblüfft. Ebenso hatten nicht viele aus der Szene einen Sieg von Berlin im ostdeutschen Vergleich mit Leipzig auf ihrem Zettel. Doch größere Auswirkungen um die Meisterschaft haben die auffallenden Ergebnisse in Fröttmaning und im Stadion „An der Alten Försterei“ nicht.   

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Für wird Dortmund in der Saison 2025/26 außer der Qualifikation für die Champions League kaum noch etwas erreichen:
Das meint der Chronist des Lippstädter BVB-Fanclubs, Hans Zaremba, in seiner jüngsten Kolumne zur Bundesliga.

München

Es fehlten nur wenige Minuten und Mainz hätte an der Isar Historisches geschafft. Die Träger der roten Laterne hätten dem Branchenführer mit einem Remis seit 2006 die erste Heimschlappe gegen ein Bundesliga-Schlusslicht verpasst. Einmal mehr musste der Goalgetter Harry Kane mit seinem Elfer in der 87. Minute seinem Verein einen Punkt retten.

Berlin

Vor zehn Spieltagen hatten Ilyas Ansah und Oliver Burke zum letzten Mal für Union Berlin getroffen. Ihre Buden beim der Auswärtsbegegnung in Frankfurt mit 4:3 für Köpenick waren die letzten Stürmertore der vom einstigen Stürmer Steffen Baumgart betreuten Kicker aus der Hauptstadt, was dem in Rostock geborenen Mann ordentlich gestört haben dürfte. Insofern war der einst als Coach von Paderborn schon anerkannte Impresario über den Erfolg der Eisernen im Medien-Gespräch „komplett zufrieden“. Völlig zu Recht, da seine Equipe mit dem 3:1 gegen Leipzig eine der formstärksten Liga-Mannschaften besiegt hatte.  

Leverkusen

Gewinner im Rheinderby mit dem Kölner Effzeh war die Leverkusener Werksauswahl. Sie hatte offenkundig ihre vorherige Schlappe in Augsburg verarbeitet. Durch den Dreier rückte der Meister des Jahres 2024 auf den vierten Rang der Tabelle. Die Domstädter müssen sich indessen nach unten orientieren, da die von Lukas Kwasniok formierten Männer nur zwei Punkte aus den vergangenen fünf Auftritten holten. Gänzlich selbstkritisch war danach die Einschätzung des Übungsleiters der Geißböcke: „Ich fand nicht, dass wir ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht haben, wir waren von der ersten bis zur letzten Minute unterlegen.“

Hamburg

Der dänische Nationalspieler des HSV, Yussuf Poulsen, erklärte die Leistung der Rothosen nach dem 1:4 in Hoffenheim zum Beginn seines Statements gegenüber der Presse mit „Heute waren insgesamt die schlechtere Mannschaft in vielen Bereichen“ in der gebotenen Offenheit. Folglich nimmt der Bundesliga-Rückkehrer den 14. Platz in der Tabelle ein, nur zwei Ränge und vier Punkte vor dem Lokalrivalen St. Pauli. Hingegen konnten die Kiezkicker im Wettbewerb um den Klassenerhalt mit ihrem 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim wichtige Zähler einsammeln. Die Gefährten der Hamburger Bundesligisten werden sich weiterhin auf einen schweren Abstiegskampf ihrer Vereine einzustellen haben.

Dortmund

Nach dem bitteren 2:2 von Dortmund im Vergleich mit Bödo/Glimt in der europäischen Königsklasse spielte der BVB am dritten Advent in der Bundesliga beim SC Freiburg eine gute erste Hälfte. Doch nach der Roten Karte gegen Jobe Bellingham drehte sich der Ablauf im Europa-Park-Stadion vollends. Am Ende konnten die Borussen froh sein, noch einen Zähler mit ins Revier genommen zu haben. Die schwarz-gelben Fans – mit ihnen die Lippstädter „Optimisten“ – müssen sich damit abfinden, dass für den BVB in aktuellen Saison außer die Qualifikation für die Champions League 2026/27 nichts mehr zu holen ist.