Während beim FC Bayern München nach dem 4:0 in Heidenheim mit dem deutlichen Vorsprung um die Schale gegenüber den Verfolgern die Stimmung zum Ende des Fußballjahres gut ist, sind woanders eher Misshelligkeiten zu vermerken. Dies belegen unter anderem die Betrachtungen über Borussia Dortmund sowie Eintracht Frankfurt.
Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Ihn beschreibt der Chronist des Lippstädter BVB-Fanclubs, Hans Zaremba, in seiner wöchentlichen Kolumne zur Bundesliga.
Dortmund
Passend zum 116. Vereinsgründungstag von Borussia Dortmund holten die Schwarz-Gelben im brisanten Duell mit Borussia Mönchengladbach ein 2:0. Es war eine Partie ohne große spielerische Höhepunkte, von dem sich die Fußballfans – auch die von den Lippstädter „Optimisten“ – am Freitagabend vor dem vierten Advent im Free-TV einen direkten Eindruck verschaffen konnten. Ebenso beobachten sie einen erneuten Wirbel um Karim Adeyemi, der seine nach schwacher Leistung vom Sportlehrer Niko Kovac verfügte Auswechselung nicht akzeptieren wollte. Überhaupt wirkt das BVB-Team trotz der Ausbeute von 32 Zählern aus den ersten 15 Auftritten in der aktuellen Bundesligasaison und dem zweiten Platz in der Tabelle nicht gerade gefestigt. Das zeigt auch die öffentliche Kritik des Kickers Nico Schlotterbeck auf, der nach der letzten Dortmunder Begegnung in der europäischen Königsklasse mit dem 2:2 gegen Bödo/Glimt eine fehlende „Winner-Mentalität“ beklagt hatte.
Frankfurt
Trotz ihres 1:1 beim Auftritt der Frankfurter in Hamburg wollte bei der Sportgemeinde am Main keine rechte Freude aufziehen. Gerne hätte die Eintracht das Fußballjahr 2025 mit einem beflügelnden Dreier besiegelt. Die Punkteteilung mit den Rothosen lässt die kritischen Stimmen rund um den hessischen Bundesligisten nicht verstummen. Insbesondere mit Blick auf den Coach Dino Toppmöller. Doch nach dem Treffen mit dem HSV wehrte der ehedem als Spieler und Manager in Paderborn bekannt gewordene heutige Frankfurter Sportvorstand Markus Krösche die Gerüchte über eine baldige Ablösung des Übungsleiters ab. Zufriedenheit über das Resultat gibt es auch in der Hansestadt nicht. Mit 16 Punkten liegt der Bundesliga-Rückkehrer gerade mal vier Zähler vor dem Relegationsrang, der gegenwärtig vom Lokalrivalen FC St. Pauli eingenommen wird. Auch die Kiezkicker kamen in ihrer Begegnung beim Tabellenletzten FSV Mainz 05 über ein Unentschieden (0:0) nicht hinaus.
Köln
Für den Mann an der Seitenlinie von Union Berlin, Steffen Baumgart, dürfte es eine Genugtuung gewesen sein, mit den Köpenickern beim Effzeh in Köln drei unerwartete Punkte eingeheimst zu haben. Denn fast auf den Tag genau vor zwei Jahren trennten sich die Kölner vom heutigen Impresario der Eisernen. Und mit der Niederlage der Geißböcke im letzten Heimspiel des Jahres 2025 setzte sich ihre Serie von sechs sieglosen Spielen fort. Die Gefahr eines neuerlichen Abstiegs aus der Bundesliga hat die Domstädter erreicht.
Leverkusen
Der Doublegewinner des Jahres 2024, die Werksauswahl aus Leverkusen, war alles andere als überzeugend in die 63. Auflage der Bundesliga gestartet. Bereits nach zwei Spieltagen nahmen die Verantwortlichen des vom Chemiegiganten gesponserten Ligisten einen Wechsel auf der Betreuerbank vor. Auf den gescheiterten Niederländer Erik ten Hag folgte der Däne Kasper Hjulmand. Mit ihm gelang den Rheinländern zum Ende des Advents in Leipzig ein 3:1. Für die Sachsen war dies erste Heimniederlage in 2025/26. Mit dem Erfolg in der Messestadt schob sich Leverkusen (29 Punkte) infolge der besseren Tor-Differenz an den punktgleichen Brausemännern vorbei und nimmt den driten Rang in der Tabelle ein.


