Von Lippstadt bis nach Verl

Durch die Weihnachtstage bedingt gibt in diesem Wochenrückblick über die Kommunalpolitik in Lippstadt nicht viel zu berichten. Verkündet wurden in diesen Tagen Veränderungen beim Verwaltungsrat der Sparkasse Hellweg-Lippe, die in 2023 aus dem Zusammengehen der Sparkassen Lippstadt sowie Soest/Werl entstanden ist, und im Vorsitz des Aufsichtsrat der KWL (Kultur und Werbung Lippstadt). Ebenso die Nachricht, wonach künftig der Seniorenbeirat der Stadt Lippstadt wieder von Martin Schulz aus Bad Waldliesborn geleitet wird.

Wochenrückblick von Hans Zaremba

Lippstadt im Dezember 2025: Momentaufnahme bei der adventlichen Zusammenkunft der Lippstädter SPD-Seniorinnen und Senioren. Von links mit Hans-Joachim Danzebrink, Wolfgang Schulte Steinberg, Ralf Prinzenzing und Marianne Lenz. Foto: Karl-Heinz Tiemann.

Herausforderungen

Speziell die Meldung über die KWL GmbH gibt Anlass, einen Blick auf die Strukturen der KWL für das Kulturmanagement und des städtischen Fachbereichs Kultur und Bildung zu werfen. Zu hinterfragen ist dabei, ob hier womöglich kostenintensive Doppelungen bestehen. Dieser Punkt wurde unter anderem auch bei der adventlichen Zusammenkunft der Arbeitsgemeinschaft der Seniorinnen und Senioren in der Lippstädter Sozialdemokratie aufgegriffen. Zudem wurde bei dem Treffen im SPD-Bürgerbüro diskutiert, inwieweit Schnittstellen zwischen der KWL und der WFL (Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH) bestehen, die zu einer Einheit zusammengeführt werden sollten. Gewiss Herausforderungen für den im November 2025 ins Amt gekommenen Bürgermeister Alexander Tschense, dem als Chef der Verwaltung im Stadthaus die Zuständigkeit für die Verwaltungsgliederung obliegt.

Comeback

Mit der Rückkehr von Martin Schulz (SPD) an die Spitze des städtischen Seniorenbeirates sind etliche Erwartungen verbunden. Insbesondere auf die politischen Akzente dieses Gremiums, die zuletzt in der Periode unter dem Vorsitz von Bernhard Bartscher (CDU) vermisst wurden. Eine heftige Kritik hatte in diesem Zusammenhang die Entscheidung des vorherigen Seniorenbeirates hervorgerufen, den politischen Parteien mit ihren Angeboten den Zutritt zum letzten „Markt der Möglichkeiten“ im Frühjahr 2025 zu verweigern. Übrigens: Zugleich wurde damals den engagierten „Omas gegen Rechts“ gleichfalls die Chance verwehrt, ihr ehrenamtliches Engagement beim traditionellen Seniorentreffen in der Gesamtschule zu präsentieren.

Bundesregierung

Bundespolitisch gab es in den vergangenen Tagen nicht viel zu registrieren, sieht man von dem Interview des Chefs der Kanzleramtes, Thorsten Frei, zu einer von ihm ins Gespräch gebrachten Neufassung des im Frühjahr 2025 vereinbarten Koalitionsvertrages der Unionsparteien mit den Sozialdemokraten ab. Ob damit von heute auf morgen eine stärkere Belebung der Wirtschaft zu erreichen ist, womit der CDU-Mann seine Übelregungen begründet, ist zu bezweifeln.  Vielmehr sollte man abwarten, wie sich die auf den Weg gebrachten Vereinbarungen zur Rentenpolitik und die in Blick genommenen Veränderungen beim Bürgergeld zur Grundsicherung entwickeln.

Fußball

In diesen Wochen, wo der SV Lippstadt 08 einen guten Lauf in der Oberliga Westfalen mit der Perspektive eines erneuten Aufstiegs in die Regionalliga verzeichnet, schauen viele Lippstädter Anhänger des Fußballs auf Verl im benachbarten Kreis Gütersloh. In der rund 26.000 Einwohnerinnen und Einwohner umfassenden Stadt in Reichweite von Bielefeld schickt sich der SC Verl gerade an, im nächsten Jahr in die Zweite Liga aufzusteigen. Zweifellos eine Überraschung, aber auch das Resultat eine kontinuierlichen Arbeit der Verantwortlichen des Fußball-Vereins von der Poststraße in Verl.