Von Lippstadt bis nach Marbella

Das Feuerwerk zum Jahreswechsel hat eine lange Tradition in Deutschland. Dennoch ist das private Zünden von Raketen und Böllern heftig umstritten. Während der seit November 2025 amtierende Bürgermeister der Stadt Lippstadt, Alexander Tschense (parteilos), der heimischen Tageszeitung zufolge, ein Verbot des privaten Abbrennens skeptisch sieht, „insbesondere mit Blick auf die Durchsetzbarkeit“, spricht sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP), für ein bundesweites Böllerverbot aus.

Wochenrückblick von Hans Zaremba

Vom Böllerverbot bis zum Fußballtrainingslager:
Darauf geht Hans Zaremba in seinem Rückblick für das erste Januar-Wochenende in 2026 ein.

Gesetzgeber ist gefordert

Unterdessen sollen rund 3,0 Millionen in Deutschland eine entsprechende Petition der GdP unterzeichnet haben. Und nach Angaben der Gewerkschaft die bislang größte Eingabe dieser Art in Deutschland. Die GdP will aus Sicherheitsgründen ein generelles Verkaufsverbot von Pyrotechnik an Privatpersonen. Auch „Campact“, ein deutscher Verein, der Online-Kampagnen organisiert, ruft dazu, sich für ein Böllerverbot auszusprechen.  Folglich erwartet man vom Gesetzgeberein ein baldiges Handeln. Übrigens: Ab dem Jahreswechsel 2026/27 ist in den benachbarten Niederlanden ein umfassendes Böllerverbot für private Feuerwehrkörper eingeführt worden, um die Sicherheit von Einsatzkräften und der Bevölkerung zu gewährleisten. Könnte ein Muster für Deutschland sein.

Neujahrsansprache

Die erste Neujahrsansprache von Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler stößt auf ein unterschiedliches Echo. Der Sauerländer greift in seiner vom Fernsehen ausgestrahlten Ansprache unter anderem die Themen Verteidigung, Wirtschaft, Migration und Rente auf und fordert zum Jahreswechsel Geduld bei der Wirkung der beschlossenen Veränderungen. Der Regierungschef meint, 2026 könne ein Moment des Aufbruchs werden. Doch viele Beobachter der Medien begleiteten die Worte des Chefs der schwarz-roten Koalitions-Regierung eher mit skeptischen Betrachtungen.

Fußball

Nach dem Jahreswechsel richten sich mehrere Vereine von der Bundesliga über die Zweite Liga bis zur dritten Klasse des Berufsfußballs auf den Start ihrer Begegnungen nach der kurzen Winterpause aus. Der BVB hat sich für das spanische Marbella entschieden, wo die von Niko Kovac betreute Auswahl von Freitag, 2. Januar, bis zum Donnerstag, 8. Januar, verweilen will, bevor die erste Partie am Freitag, 9. Januar, bei der Frankfurter Eintracht angepfiffen wird. Der langjährige Rivale aus Gelsenkirchen, FC Schalke 04, will sich in Belek (Türkei) von Samstag, 3. Januar, bis Samstag, 10. Januar, auf die Rückrunde im Rennen um eine Rückkehr in die Bundesliga vorbereiten. Für die Knappen geht es am Samstag, 17. Januar, um 20.30 Uhr bei Hertha BSC weiter. Und der Sportclub Verl aus der dritten Liga mit Ambitionen, in das Bundesliga-Unterhaus aufzusteigen, hat sich gleichfalls für die Türkei entschieden, wo die Schwarz-Weißen von Montag, 5. Januar, bis Freitag, 9. Januar, ihre Ausrichtung in Side vornehmen wollen. Sie haben bei ihrem nächsten Match am Samstag, 17. Januar, um 14.00 Uhr den SV Waldhof Mannheim zu Gast. Mit seinem bisherigen Kader, also ohne Neuzugänge, findet für den heimischen SV Lippstadt 08 der Aufgalopp für die am Sonntag, 1. Februar, 15.00 Uhr, bei der SpVgg Vreden 1921 beginnende Rückrunde in der Oberliga Westfalen mit dem Ziel, ein Comeback für die Regionalliga zu schaffen, am Montag, 5. Januar, statt.