Der Start in die zweite Halbserie der Saison 2025/26 hat mit dem 5:1 von München in Leipzig erneut die Übermacht des Meisters in der Beletage des deutschen Fußballs bekräftigt. Beim jüngsten Sonntag-Talk bei „Sport 1“ wurde die Frage aufgeworfen, ob die Bayern-Dominanz eher auf die Schwäche der anderen Vereine zurückzuführen ist.
Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Dazu blickt der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, auf die Diskussion beim Doppelpass im Sport 1 – Fernsehen am Sonntag, 18. Januar 2026.
Leipzig
Einer jener Clubs, der angetreten war, dem Branchenführer Paroli zu bieten, sind die in 2009 aus der Retorte gegründeten Rasenballsportler aus Sachsen, verstärkt gefördert von einem Brausekonzern. Doch bislang hat sich in Leipzig der angepeilte Erfolg – Fußballmeister – noch nicht eingestellt. Insbesondere in der aktuellen Spielzeit scheiterten die Brausemänner am Dauerchampion von der Isar, und dies gleich zweimal mit einem katastrophalen Torverhältnis von 1:11. Obwohl sie zum Rückrundenauftakt gegen Bayern München zur Halbzeit mit 1:0 führten, wurden sie in den zweiten 45 Minuten durch fünf Treffer der von Vincent Kompany betreuten Kicker gnadenlos zerlegt und rutschten auf dem fünften Rang.
Dortmund
Auch der momentane Tabellenzweite aus dem Revier hat es in der 63. Bundesliga-Auflage nicht vermocht, München auf Augenhöhe zu begegnen. Das dokumentiert der Rückstand der Schwarz-Gelben von elf Punkten hinter den Bayern. Und der vom BVB-Präsidenten Hans-Joachim Watzke hofierte Sauerländer Friedrich Merz bekam beim ersten Besuch eines Bundesligaspiels als Kanzler im einstigen Westfalenstadion keinen Fußball auf exzellentem Niveau zu sehen. Die Borussia quälte erneut ihr Publikum – und die „Optimisten“ aus Lippstadt – beim 3:2 gegen den Abstiegskandidaten aus dem Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli mit einem Spiel, das nicht zu ihrem mit vielen starken Leuten besetzten Kader passt. Das können die Bewunderer des von Niko Kovac formierten Teams auch bei einem ziemlich gut gefüllten Punktekontos und einiger beachtenswerter Resultate nicht ausblenden.
Hamburg
Während beim Lokalrivalen der Kiezkicker, HSV, nach der plötzlichen Trennung von ihrem Sportvorstand Stefan Kuntz weiterhin Schlagzeilen registriert wurden, konnten die Rothosen gegen die Gäste aus Mönchengladbach überzeugen. Trotz der zahlreichen Torschüsse der späten Erben des früheren Goalgetters der Hanseaten, Uwe Seeler (1936-2022), gelang den Hamburgern in der Partie mit den Niederrheinern keine Bude. Am Ende stand ungeachtet der wackeren Leistung des Liga-Rückkehrers nur ein torloses Remis auf der Anzeigen-Tafel.
Frankfurt
Wenn eine Mannschaft bei 18 Auftritten 39 Gegentore kassiert, sind ihre die Defensiv-Probleme erkennbar. So bei der Frankfurter Sportgemeinde Eintracht. Nur der Drittletzte der Tabelle aus Heidenheim hat genauso viele Einschläge im eigenen Gehäuse hinnehmen müssen. Zudem waren die Hessen mit lediglich zwei Zählern ins neue Jahr gegangen. Nach dem enttäuschenden 3:3 in Bremen zog man am Main die Reißleine: Opfer der anhaltenden sportlichen Misere des gegenwärtig Siebten der Bundesliga wurde der Übungsleiter Dino Toppmöller, der in der Bankenmetropole im Sommer 2023 seine Arbeit aufgenommen hatte.
Köln
Nach einem Rückstand von 0:1 zur Halbzeit und der Verhöhnung durch ihre Fans sackten die Geißböcke noch einen 2:1-Erfolg im Fight mit Mainz 05 ein. Damit konnte ihr zuvor auf der Kippe gestandene Trainer Lukas Kwasniok vorerst seine Anstellung in Köln halten.


