Für die CDU scheint die Sozialpolitik nicht nur im Bund ein Thema zu sein, wo die Christdemokraten Potential zum Sparen sehen. Nun will die Union auch in Lippstadt Einsparungen im Aufgabenbereich „Familie und Soziales“ vornehmen. So war es in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfe- und Sozialausschuss zu hören, als der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Peter Cosack, verschiedentlich das Wort ergriff. Man wird gespannt auf die kommende Debatte über den Haushalt blicken, wenn die im Stadtrat vertretenen sieben Fraktionen ihre Positionen zum Etatentwurf 2026 vortragen.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Sie verkörperten eine kommunalpolitische Erfahrung von 127 Jahren. Die von links abgebildeten aus dem Stadtrat ausgeschiedenen Sozialdemokraten Hans Zaremba, Birgit Dewerth, Christine Goussis, Ute Strathaus, Marlies Stotz und Udo Strathaus.
Foto: Karl-Heinz Tiemann
Skeptisch und Fatal
Diese Debatte können jene sechs ehemaligen Ratsmitglieder aus SPD- Birgit Dewerth, Christine Goussis, Marlies Stotz, Udo Strathaus, Ute Strathaus und Hans Zaremba – entspannt beobachten, die am vergangenen Samstag von ihrer Partei für ihr bisheriges kommunalpolitisches Engagement gewürdigt wurden. Doch auch sie werden skeptisch auf mögliche Vorschläge für die Streichung von Präventivmaßnahmen schauen, die nach den von der Lokalpresse überlieferten Worten der von der CDU gestellten Vorsitzenden des Jugendhilfe- und Sozialausschusses, Miriam Liedmeier, als „fatal“ bezeichnet wurde.
Museum und Wettbewerb
Auch der vom Bürgermeister Alexander Tschense beim Neujahrsempfang unterbreitete Vorschlag zum Museums-Anbau dürfte in den kommenden Wochen ein Thema in den bevorstehenden Sitzungen der städtischen Gremien sein. Insbesondere nach der am Donnerstag in der lokalen Tagespresse berichteten Verwunderung des Stuttgarter Architekten Professor Manuel Rausch über die Aussage der Stadtoberhauptes, wonach der im September abgeschlossene Architektenwettbewerb als ergebnislos beendet werden soll. Womöglich beginnt die unheilvolle und polemisch geführte Diskussion zur Zukunft des Palais Rose wieder von vorne. Es bleibt abzuwarten, in welcher Form der seit November im Stadthaus amtierende Verwaltungschef die neu aufziehende Debatte begleiten wird.
Sozialdemokratie und Jochen Ott
Nach diesen zwei Themen des lokalen Geschehens noch ein Blick auf die Landespolitik zwischen Rhein und Weser: Dort hat die Sozialdemokratie am gestrigen Freitag ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Mai 2027 vorgestellt. Die Entscheidung zugunsten von Jochen Ott hat gewiss nicht verblüfft. Als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag ist der Kölner der natürliche Herausforderer des im Amt befindlichen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) aus dem Münsterland. Zweifellos ist es für den SPD-Mann eine schwere Aufgabe, gegen den durchaus populären Regierungschef zu bestehen. Und dem Nachfolger dem Titelverteidiger in der Düsseldorfer Staatskanzlei werden seit längerer Zeit Ambitionen für einen Wechsel in das Berliner Kanzleramt bei der Bundestagswahl in 2029 nachgesagt. Somit wird die Landtagswahl für den aktuellen Inhaber der Regierungsgewalt im bevölkerungsreichsten Bundesland zu einer zusätzlichen Bewährungsprobe.
Bielefeld und der Klassenerhalt
Im einzigen Fußballspiel der Bundesliga und Zweiten Liga mit westfälischer Beteiligung am gestrigen Freitagabend hat Arminia Bielefeld im Match mit den Kieler Störchen ein wichtiges 2:2 im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Bemerkenswert für die Kicker aus der Leineweberstadt, da sie nach der ersten Halbzeit mit 0:2 bereits auf der Verliererstraße waren. Nun schauen die Fußballfans in der Region auf den morgigen Sonntag, wo es um13.30 Uhr im Hochstift zum Schlagabtausch der Vereine aus den Domstädten Paderborn und Münster kommt.
Bemerkung
Dieser Beitrag wurde am heutigen Samstag, 24. Januar 2026, um 11.00 Uhr, veröffentlicht.


