Hamburg droht ein Doppelabstieg

Die vermeintlich unbesiegbaren Bayern können auch verlieren. Im Treffen mit dem FC Augsburg musste der Titelverteidiger am 19. Spieltag vor heimischer Kulisse ein 1:2 hinnehmen. Doch für die Vergabe der Meisterschaft wird dieser Ausrutscher von München wohl kaum eine Bedeutung haben. Dafür sind die Verfolger – von Borussia Dortmund bis zu RB Leipzig – zu weit von der Spitzenposition in der Tabelle entfernt.

Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Sieht den HSV und St. Pauli als mögliche Absteiger:
Das meint der Chronist der Lippstädter BVB-Freunde, Hans Zaremba, in seiner wöchentlichen Kolumne zur Bundesliga.

München

Mit bemerkenswerter und zutreffender Selbstkritik bewertete der Kapitän der Nationalelf, Joshua Kimmich, beim Bezahlsender „Sky“ die Schlappe des Rekordmeisters im bayerischen Vergleich: „Wir müssen es akzeptieren, es war nicht unverdient. Es war nicht so, als hätte uns Augsburg hergespielt, aber ein Sieg von uns wäre nicht verdient gewesen.“

Frankfurt

Und für Frankfurt wird die Krise nach dem 1:3 gegen Hoffenheim immer heftiger. Der sechs Tage vor dem Match der Eintracht gegen die TSG verfügte Rauswurf des Trainers Dino Toppmöller verbesserte bisher die Lage der Sportgemeinde vom Main nicht. Somit müssen die Hessen damit rechnen, im Mai die Qualifikation der Champions-League zu verpassen.

Hamburg

Noch trister sind die Konstellationen für die Rothosen und Kiezkicker. Nach dem torlosen Remis im 113. Hamburger Stadtderby bleiben beide Teams im Tabellenkeller des Fußballoberhauses hängen. Die Hausherren vom Millerntor kletterten nach den ersten Punktgewinnen in 2026 zwar auf den 17. Rang, aber den ersehnten und dringenden Befreiungsschlag verpassten sie erneut. Der innerstädtische Rivale hat vier Zähler mehr auf dem Konto, entscheidend absetzen konnte sich der HSV jedoch nicht. Der vor der Spielzeit 2025/26 von einem in Hamburg ansässigen Nachrichtenmagazin vorhersagte Doppelabstieg für die in der Hansestadt beheimateten Bundesligisten ist durchaus möglich. 

Heidenheim

Auch an der Brenz geht das Abstiegsgespenst um. Nach dem 0:3 von Heidenheim gegen Leipzig rutschte der Aufsteiger des Jahres 2023 auf den letzten Rang ab. Es würde nicht überraschen, wenn der 1. FC Heidenheim nach seiner dritten Saison die Beletage verlassen muss. Nun stehen die seit September 2007 durchgängig von Frank Schmidt betreuten Baden-Württemberger am ersten Sonntag im Februar vor ihrem schweren Spiel beim BVB.

Dortmund

Dafür haben sich die Schwarz-Gelben mit einem deutlichen 3:0 bei ihrem Auftritt in Köpenick gegen Union Berlin empfohlen. Im Kultstadion „An der Alten Försterei“ präsentierte sich das von Niko Kovac formierte Team als die reifere, effizientere Mannschaft. Für die treuen Fans des Revierclubs in der Region und bei den Lippstädter „Optimisten“ ist der Dreier eine überfällige Wiedergutmachung für die letzten schmucklosen Auftritte von Borussia Dortmund.

Mainz

Aufhorchen ließ ebenso der FSV Mainz 05, der seinen Gast aus Wolfsburg mit 3:1 auf die Bretter schickte. Durch die leidenschaftliche Partie gegen den VfL vom Mittellandkanal konnten die Rheinhessen vorerst den Relegationsrang erreichen. Offenbar scheint sich die Verpflichtung von Urs Fischer als Übungsleiter bei den Mainzern zu bewähren. Hingegen könnte es angesichts des restlichen Programms der Wölfe für sie noch ziemlich eng werden.