Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar in der Bundesrepublik Deutschland der Tag des Gedenkens an die vielen Millionen von Menschen, die während der Zeit des NS-Regimes entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Bundesweit fanden aus diesem Anlass am vergangenen Dienstag, 27. Januar, Veranstaltungen anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau im Winter 1945 statt. Auch in Lippstadt, wo Bürgermeister Alexander Tschense unter einer guten Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger in einer öffentlichen Zusammenkunft am Erinnerungszeichen der Opfer des NS-Regime in der Rathausstraße mit besinnlichen Worten in einer kurzen Ansprache der Opfer des braunen Terrors gedachte.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Gedenken mit dem Bürgermeister Alexander Tschense an die Opfer des NS-Regime am Erinnerungszeichen für die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Rathausstraße.
Gute Nachricht für Lippstadt
Aufhorchen ließ die Lippstädter Stadtpolitik in den vergangenen Tagen mit der Meldung, wonach am Lippertor das nicht mehr als Postamt genutzte Gebäude durch sechs neue Baukörper für 80 bis 100 Wohnungen und Gewerbeansiedlungen ersetzt werden soll. Damit könnte das lange Hin und Her mit Wohnschiff-Plänen, Veränderungssperren und Gerichtsverfahren rund um dieses Areal ein baldiges Ende erfahren. Folglich sprach der Bürgermeister zur neuen Entwicklung oberhalb des Tivoli`s nach einem Artikel in der örtlichen Tageszeitung von einer „guten Nachricht für die Stadt“.
Überfälliger Rücktritt in Düsseldorf
Lange hatte sie sich gewehrt, für ihr politisches Fehlverhalten im Umgang mit dem mörderischen Messerattentat von Solingen im August 2024 einzuräumen. Schließlich war der Druck zu groß: Am letzten Dienstag verkündete die politisch angeschlagene Landesministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, Josefine Paul (Bündnis 90/Die Grünen), ihren überfälligen Rücktritt. Nach dem brutalen Anschlag auf dem Stadtfest in Solingen war die Politikerin durch ihre unzureichende Kommunikation zunehmend in die Kritik geraten. Von der Opposition (SPD und FDP) wurde ihr vorhalten, mehr an einer Verschleierung ihrer politischen Mitverantwortung und weniger an einer Aufklärung interessiert gewesen zu sein. Die zuletzt im Untersuchungsausschuss des Landtages aufgetauchten Akten bestätigten, dass es bei Josefine Paul an Transparenz hinsichtlich ihrer eigenen Rolle bei der Aufarbeitung der Vorgänge in Solingen gefehlt hat.
Stippvisite von Olaf Scholz
Einmal mehr war es dem Literaturwissenschaftler mit Lippstädter Wurzeln, Michael Göring, gelungen, mit dem ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine prominente Person für die von ihm initiierte Gesprächsrunde ins Stadttheater zu holen. Im zweistündigen Dialog mit seinem Gesprächspartner fand am gestrigen Freitag der inzwischen in Potsdam lebende Bundestagsabgeordnete deutliche Worte zum US-Präsidenten Donald Trump und dem Machthaber im Kreml, Wladimir Putin. Eine ausführlichere Berichterstattung über den interessanten Abend mit dem SPD-Politiker folgt auf dieser Homepage noch an diesem Wochenende.

Olaf Scholz nach dem Dialog auf der Bühne im Foyer des Lippstädter Stadttheaters.
Fotos (2): Karl-Heinz Tiemann
Winterwetter beeinträchtigt den Fußball
Kein Fußball in Lippstadt: Das Winterwetter der letzten Januar-Woche verlängerte nun die bereits seit Freitag, 12. Dezember, währende Spielpause des SV Lippstadt 08 in der Oberliga Westfalen erneut. Am Freitagnachmittag wurde mitgeteilt, dass die für Sonntag, 1. Februar, 15.00 Uhr, angesetzte Partie gegen die SpVgg Vreden 1921 im einstigen Stadion „Am Bruchbaum“ ausfallen muss. Zuvor mussten die Schwarz-Roten infolge der Witterungsumstände bereits einige Testspiele streichen. Für den Trainer der Lippstädter Felix Bechtold gewiss keine erfreulichen Botschaften, um mit seinem Team an die starke Hinrunde mit Blick auf eine Comeback in der Regionalliga anknüpfen zu können.


