Stadtjugendamt – eine Erfolgsgeschichte

In der Geschichte der Lippstädter Kommunalpolitik hat es seit der Gebietsneuordnung in 1975 kaum eine Debatte gegeben, die mit einer derart großen Leidenschaft geführt wurde wie das Pro und Kontra um ein Jugendamt in der Verantwortung der Stadt Lippstadt. Vor 30 Jahren – am 1. Januar 1996 – hat das Ende Januar 1995 vom Stadtrat nach einer fünfzehn Jahre dauernden Diskussion beschlossene Stadtjugendamt seinen kompletten Betrieb aufgenommen.

Rückblick auf 30 Jahre erfolgreiche Arbeit

Herne am Dienstag, 6. November 2018:
Gruppenbild im Kultur- und Veranstaltungszentrum der einst vom Steinkohlebergbau geprägten Großstadt bei der Übergabe des Zertifikats „Familiengerechte Kommune“. Eine Auszeichnung, die der Stadt Lippstadt dreimal für ihre vorbildliche Arbeit verliehen wurde. Vor 2018 auch in den Jahren 2010 und 2013. Von links sind Beatrix Schwarze, Geschäftsführerin des Vereins „Familiengerechte Kommune“, Frank Osinski und Werner Kalthoff, Fachdienstleiter der Stadt Lippstadt, Hans Zaremba, Vorsitzender des städtischen Jugend- und Sozialausschusses, Manfred Strieth, Leiter des Fachbereichs Familie, Schule und Soziales der Stadt Lippstadt, sowie Dr. Brigitte Mohn und Dr. Kirsten Witte von der 1977 von Reinhard Mohn (1921-2009) gegründeten Bertelsmann-Stiftung abgebildet,.
Archiv-Foto: Thomas Schmidt (Stadt Herne)

Erinnerungen

Damit wurde mehr oder weniger in Lippstadt eine völlig neugestaltete kommunale Sozialpolitik etabliert. Und indirekt eine durchgängige Umgestaltung der Strukturen in der Stadtverwaltung bewirkt, durch die am Ende die heutigen Fachbereiche entstanden. Speziell für das Jugendamt anfangs mit dem Fachbereich Jugend und Soziales, später in der gebündelten Formation für Familie, Schule und Soziales. Daran will der Verein zur Aufarbeitung der Geschichte der Arbeiterbewegung in der heimischen Region mit seiner öffentlichen Veranstaltung „Stadtjugendamt – Rückblick und Ausblick“ am kommenden Donnerstag, 5. März, 18.00 Uhr, im Lippstädter Rathaussaal, Lange Straße 14, erinnern.

Herausforderungen

Ebenso soll die Zusammenkunft einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen vornehmen. Auch vor dem Hintergrund der aktuell bundesweit diskutierten Modernisierung des Sozialstaats. Erwartet werden Hans Zaremba, einstiger Vorsitzender des städtischen Ausschusses Jugend und Soziales, zur Entstehungsgesichte des Jugendamtsbeschlusses aus dem Januar 1995 sowie Manfred Strieth, vormaliger Leiter des Fachbereichs Familie, Schule und Soziales der Stadt Lippstadt, der auf die Entwicklung des Stadtjugendamtes Lippstadt von 1995 bis 2024 schaut. Ebenso Iris Faulhaber, die aktuelle Leiterin der für das Sozialwesen zuständigen Verwaltungsgliederung, mit einer Betrachtung der Arbeit des Stadtjugendamtes in der Gegenwart. Moderiert wird der Abend „Stadtjugendamt – eine Erfolgsgeschichte“ vom ARD-Hörfunkjournalisten Marco Zaremba.