Spannung bis zum letzten Spiel

Während in der jetzt zu Ende gehenden 63. Bundesliga-Auflage die Meisterschaft recht früh entschieden war, bleibt es im Abstiegskampf bis zum Finale spannend. Mit dem VfL Wolfsburg, 1. FC Heidenheim und FC St. Pauli haben drei Vereine mit je 26 Zählern gleichviel an Punkten. Nun werden am 34. Spieltag die Auftritte von St. Pauli gegen Wolfsburg sowie Heidenheim im Treffen mit Mainz 05 darüber befinden, wer von den drei Clubs über die Relegation noch eine letzte Chance gegen den Abstieg bekommt.

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Blickt auf den letzten Spieltag und das Rennen um die Relegation:
Dies schildert der Chronist der Lippstädter BVB-Fans, Hans Zaremba, in seiner jüngsten Bundesligakolumne

Heidenheim

Die eigentlich schon abgeschriebenen Heidenheimer holten in Köln mit ihrem 3:1 einen unerwarteten Sieg. Damit konnten die Ost-Württemberger nach etlichen Wochen schließlich den letzten Rang verlassen. Für sie fraglos ein positives Signal für das Match gegen Mainz.    

Wolfsburg

Hingegen verpasste Wolfsburg daheim im Treffen mit München einen Punkt. Wollen die Wölfe den ihnen vom früheren Coach Felix Magath prophezeiten Abstieg über die Relegation noch vermeiden, müssen sie am Hamburger Millerntor unbedingt den FC St. Pauli besiegen.   

St. Pauli

Während das 2:1 von Leipzig im Vergleich mit St. Pauli für die Brausemänner im zehnten Jahr ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit die achte Champions-League-Qualifikation bedeutete, droht den Kiezkickern mehr denn je die Rückkehr in die Zweite Liga. Durch den unvermuteten Heidenheimer Dreier in Köln bilden nun die Hamburger das Liga-Schlusslicht.

Leverkusen

Dass jedes Jahr in der Bundesliga mehrere Rauswürfe von Übungsleitern erlebt, überrascht nicht sonderlich. Aber die Trennung von einem Betreuer nach nur zwei Partien im Oberhaus verblüfft schon. In Leverkusen ist dies passiert. Der als Nachfolger für den Spanier Xabi Alonso im Sommer 2025 verpflichtete Niederländer Erik ten Hag musste bereits gehen, als die Werksauswahl aus zwei Begegnungen in der Beletage des deutschen Fußballs lediglich einen Punkt geholt hatte. Folglich kam mit Kasper Hjulmand ein neuer Mann auf die Bank. Doch die Ausbeute in der Regie des Dänen ist am 33. Spieltag der aktuellen Spielzeit im Oberhaus, 58 Punkte und ein siebter Rang, vor dem Hintergrund der hohen Erwartungen im Umfeld des Doublegewinners des Jahres 2024 einfach zu wenig. Speziell schmerzt die Rheinländer die jüngste Schlappe mit dem 1:3 beim VfB Stuttgart, weil nun die Qualifikation für die Champions League gefährdet ist. Somit stellen manche Beobachter mit Blick auf die Arbeit des Leverkusener Sportgeschäftsführers Simon Rolfes berechtigte Fragen. Der ehemalige Nationalspieler trägt in seiner seit dem Juli 2022 währenden Funktion beim vom Chemiegiganten begleiteten Bundesligisten neben der Findung von geeignetem Personal für den Spielerkader auch für die Bestallung des Trainers eine Mit-Verantwortung.

Dortmund

Es war eine imposante Kulisse, die zum letzten Heimspiel von den BVB-Freunden – und auch durch die Lippstädter „Optimisten“ – zur Verabschiedung verdienter Akteure im einstigen Westfalenstadion mobilisiert wurde. Für Sebastian Kehl, 26 Jahre für die Borussia als Spieler und Funktionär dabei, und die Kicker Julian Brandt, Salih Özcan und Niklas Süle ein passender Rahmen. Dass sich der BVB durch das 3:2 über Frankfurt zudem noch die Vizemeisterschaft sicherte, war für die schwarz-gelben Fans nach dem frühen Scheitern im DFB-Pokal und dem ärgerlichen Aus in der Champions League ein versöhnlicher Abschluss.