Häufiger hat Rote Lippe Rose in den vergangenen Wochen mehrere Defizite für die Nutzerinnen und Nutzer von Fahrrädern auf ihren Wegen im Stadtgebiet aufgezeigt. Themen, die verstärkt von der SPD-Gruppe „Vorfahrt für`s Fahrrad“ angestoßen und ebenso vom überparteilichen „FahrradNetzWerk“ aufgegriffen wurden. Nun hat am vergangenen Dienstag der städtische Schulausschuss dem Antrag der SPD-Ratsfraktion für „Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Förderung der Radfahrkompetenz in Lippstadt“ zugestimmt.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Momentaufnahme vom Verkehrsübungsplatz in Lünen. In der Mitte der einstige Vizebürgermeister der Stadt Lippstadt, Martin Schulz aus Bad Waldliesborn. Bei diesem Termin verschaffte sich eine interfraktionelle Gruppe aus der SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken Informationen über die dortigen Maßnahmen zur Unterrichtung von jugendlichen Fahrradfahrern.
Archiv-Foto: Karl-Heinz Tiemann
Impulse
Konkret wurde von den Lippstädter Kommunalpolitikern beschlossen: „Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten zur Einrichtung einer mobilen (Jugend-)Verkehrsschule in Lippstadt zu prüfen und die Ergebnisse dem Ausschuss zur weiteren Beratung vorzulegen.“ Durchaus ein aufbauendes Signal für den Einsatz der Initiatoren der von ihnen angeregten Verkehrsschule in Lippstadt und insbesondere für Karl-Heinz Tiemann als Sprecher der SPD-Vereinigung „Vorfahrt für`s Fahrrad“, von dem die wesentlichen Impulse für dieses Vorhaben ausgegangen sind.
Entschärfung
Der Lippstädter Ortsteil Lipperbruch stand am Mittwoch unter besonderer Beobachtung, als dort auf einem Grundstück am Försterweg zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft werden mussten. Aus einem Artikel der örtlichen Tageszeitung war am Donnerstag zu entnehmen: „Die amerikanischen 250-Kilo-Bomben mit Kopf- und Heckzünder lagen am Försterweg in sechs beziehungsweise drei Metern Tiefe im Boden – und waren damals nicht detoniert.“ Allen Beteiligten ist für diese gewiss nicht einfache Gefahrenabwehr mit der zeitweisen Evakuierung der benachbarten Wohnbevölkerung Lob und Anerkennung auszusprechen.
Versäumnis
Abbitte leisten musste am Montagabend im Stadtrat Bürgermeister Alexander Tschense für ein Versäumnis der Verwaltung. Und dies, weil mit Blick auf das Uniongelände die Vergabe für einen Ideen- und Entwicklungsprozess für die künftige Gestaltung des Uniongeländes an eine Wiener Agentur ohne Beteiligung des Haupt- und Finanzausschusses erfolgt war. Sie soll 116.000 Euro gekostet haben, die Wertgrenze für die alleinige Zuständigkeit der Verwaltung derartiger Vergaben liegt jedoch bei 100.000 Euro. Folglich brach viel Kritik auf die Verwaltung mit ihrem parteilosen Vormann ein. Dennoch soll der Prozess für die Entwicklung der Industriebrache fortgesetzt werden, so wollte es eine knappe Ratsmehrheit aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Linken und FDP/CDL. Ob allerdings mit dem Büro aus Österreich blieb nach dieser Debatte im Stadtrat unbeantwortet. Zudem stellt sich für manchen Beobachter der Szene die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Einbezuges auswärtiger Büros für die Findung von Vorschlägen für eine städtebauliche Nutzung des weitläufigen Union-Areals. Vieles an Ideen für das Uniongelände hätte man auch mit Bordmitteln zusammentragen können, was vielleicht schon durch einige Personen geschehen ist.
Aufruf
Bei seinem Besuch in der SPD-Bundestagsfraktion am Dienstag dieser Woche rief der Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu mehr Zusammenarbeit auf. Beide Seiten sollten damit aufhören, im Streit über Reformen rote Linien aufzuzeigen. Sicherlich vor dem Hintergrund der bevorstehenden Aufgaben der schwarz-roten verständlich. Allerdings sollte dies auch für den Sauerländer gelten. Erst kürzlich hat er beim Fernsehtalk mit Caren Miosga eine höhere Einkommensteuer kategorisch abgelehnt und somit gegenüber der SPD eine Haltelinie formuliert: „Da rede ich mit der SPD nicht über eine weitere Verschärfung.“
Enttäuschung
Nach dem Entscheid des Sportgerichts zugunsten der SG Wattenscheid 09, womit das vor zwei Wochen abgebrochene Oberligaspiel gegen den SV Schermbeck für den einstigen Bundesligisten gewertet wurde, hat der SV Lippstadt 08 keine Chance mehr, in der Saison 2026/27 in der Regionalliga aufzulaufen. Schade. Der SV 08 wieder in der vierten Liga wäre für die Lippstädter Fußballfans eine reizvolle Perspektive gewesen. Hingegen besteht für die Blau-Schwarzen aus Paderborn nach ihrem 0:0 beim VfL Wolfsburg vom Donnerstagabend nun am Pfingstmontag die Möglichkeit, über die Relegation zum dritten Mal in ihrer Geschichte den Sprung in die Beletage des Fußballs zu schaffen. Und zum Schluss eine Betrachtung zum Aufgebot des DFB (Deutscher Fußball-Bund) für die Weltmeisterschaft in Nordamerika: An der Rückkehr von Manuel Neuer in das DFB-Tor scheiden sich zunehmend die Geister, zumal er voraussichtlich am heutigen Samstagabend im Pokalendspiel zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart wegen einer Wadenverletzung aus dem letzten Bundesligamatch gegen den 1. FC Köln ersetzt werden muss. Darüber hinaus wird die Berufung von Leroy Sané in das deutsche Aufgebot von vielen Experten als ein Fehler bezeichnet, da seine geringe Spielpraxis in der türkischen Liga für Galatasaray Istanbul eigentlich kein ausreichendes Kriterium ist, ihn für den 26 Personen starken Kader von Julian Nagelsmann zu berücksichtigen.
Hinweis
Diese Zeilen wurden vom Verfasser am Samstag, 23. Mai 2026, 10,15 Uhr, veröffentlicht.


