Die seit dem Wochenbeginn auch in der heimischen Region zu spürende und zunehmende Hitze hat in den letzten Tagen den Fußball mit seinem gigantischen Turnier in Amerika in den Hintergrund rücken lassen. Dass von den Verantwortlichen in Lippstadt der mit viel Engagement vorbereitete Parkzauber im Grünen Winkel und in Liesborn der nicht minder aufwendig geplante Handwerkermarkt vor der Museumsabtei aufgrund der extremen Temperaturen abgesagt wurden, überrascht nicht sonderlich. Diese Entscheidungen waren mit Blick auf die Gesundheit der erwarteten Besucherinnen und Besucher sowie der Akteure der Veranstaltungen zweifellos notwendig.
Wochenrückblick von Hans Zaremba

Einmal mehr stand am Donnerstagabend in Bad Waldliesborn die geschlossene Therme im Mittelpunkt der politischen Diskussion.
Archiv-Foto: Hans Zaremba
Konsenssuche
Hingegen ist noch nichts entschieden, wie es in Bad Waldliesborn nach der zum 1. Oktober 2023 verordnete Schließung des Thermal-Bades weitergehen soll. Über die bereits zuvor in den örtlichen Medien berichteten Ideen mit der sogenannten Walibo-Matrix aus dem Stadthaus hinaus wurde am Donnerstag, 25. Juni, im Haus des Gastes in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ein weiterer Vorschlag eingebracht: Die „Best-Practice-Lösung“ von drei Bad Waldliesborner Bürger, die sich an einem Vorbild aus Meersburg am Bodensee orientiert. Ob nach dieser Anregung aus der Mitte des Heilbades der zuvor angekündigte Zeitplan der Lippstädter Verwaltungsspitze, in der Ratssitzung am Dienstag, 14. Juli 2026, einen Tag nach dem Schützenfest im Kurort, die Weichen für die Zukunft des Ortsteils im Norden von Lippstadt auf Grün zu stellen, noch greift, bleibt abzuwarten. Angesichts der nicht einfachen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat mit der Vielzahl von Fraktionen wird es ohnehin wohl nicht leicht sein, für eine neue Therme und vor allem für ihre Finanzierung rasch einen breiten Konsens zu finden. Was auf jeden Fall in Bad Waldliesborn kommen soll, ist der Bau eines Gradierwerks mit Inhalatorium. Dafür gab es am Donnerstagabend ein einstimmiges Votum.
Empfehlungen
Einstimmig soll auch der Vorschlag der Rentenkommission gewesen sein, die am Dienstag, 23. Juni, im Kanzleramt ihren Bericht mit 33 Empfehlungen für die künftige Ausgestaltung der Altersversorgung vorgelegt hat. Aus dem Paket werden hier drei Punkte angeführt: Die erst vor wenigen Jahren eingeführte abschlagsfreie „Rente nach 45 Beitragsjahren“ soll wegfallen, kommen soll eine gesetzliche Kapitalrente, sowie Selbstständige, Abgeordnete und Vorstände von Aktiengesellschaften sollen künftig auch in die gesetzliche Rente einzahlen, Beamte zunächst nicht. Nun sind die Parlamentarier am Zug, die Dinge in Gesetze zu fassen. Insbesondere steht die schwarz-rote Koalition vor der Herausforderung, Mehrheiten zu finden und die bereits zu registrierten kritischen Vorbehalte in das parlamentarische Verfahren einzubinden.
Enttäuschung
Die Leistungen der vom Coach Julian Nagelsmann formierten DFB-Auswahl nach dem 1:2 von Deutschland im letzten Vorrundenspiel der Weltmeisterschaft gegen Ecuador waren alles andere als weltmeisterlich. Vom reaktivierten Torsteher Manuel Neuer bis erneut zum wenig überzeugenden Stürmer Leroy Sane. Übrigens zwei Nominierungen des Bundestrainers, die Vorfeld des Turniers in Kanada, Mexiko und den USA viel an Kritik hervorgerufen haben. Stellvertretend für etliche Kommentare nach dem enttäuschenden Auftritt der deutschen Nationalmannschaft werden für diesen Wochenrückblick die zutreffenden Anmerkungen der britischen Boulevard-Zeitung „The Sun“ aufgegriffen: „Ecuador wahrte auf unglaubliche Weise seine WM-Hoffnungen, obwohl das Team gegen Deutschland einen buchstäblichen frühen Tritt ins Gesicht hinnehmen musste. Dieses überraschende Ergebnis beendete auch die Siegesserie der deutschen Mannschaft, die damit knapp daran scheiterte, ihren Allzeitrekord von zwölf Siegen aus den Jahren 1979 und 1980 einzustellen.“
Hinweis
Diese Zeilen wurden am Samstag, 27. Juni 2026, 11.00 Uhr, veröffentlicht.


