Von 1972 bis 1994 gehörte Horst Jaunich dem Bundestag an, der damals noch seinen Sitz in Bonn hatte. Und in den Jahren 1984 bis 1996 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Ahlen. Der am 7. Juni 1930 in Breslau geborene und beruflich als Gewerkschaftler und Politiker tätige SPD-Mann ist am 13. August 2026 verstorben.
Erinnerung an Horst Jaunich (1930-2026)

Gratulation für Horst Jaunich (Mitte) anlässlich der Vollendung seines 95. Lebensjahres. Mit ihm Bild der Vorsitzende der SPD im Kreis Warendorf, Dennis Kocker aus Stromberg (links), und der ehemalige Sendenhorster Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup.
Archiv-Foto: Stadt Ahlen
Bad Waldliesborn
Der einstige Geschäftsführer der Gewerkschaft ÖTV (Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr) in der Ahlener Region war als Bundestagsabgeordneter von 1972 bis 1980 auch für den Lippstädter Ortsteil Bad Waldliesborn zuständig. In dieser Funktion nahm Horst Jaunich an mehreren Veranstaltungen des SPD-Ortsvereins im Heilbad teil. Somit war der Sozialdemokrat aus Ahlen bei der Bundestagswahl 1976 einer von vier SPD-Kandidaten, die sich im Stadtgebiet von Lippstadt um einen Sitz im Parlament bewarben. Durch die Neustrukturierung der Wahlkreise nach der kommunalen Neuordnung in 1975 wurde der Kurort mit der Bundestagswahl 1980 in den Wahlkreis Lippstadt-Soest einbezogen. Über viele Jahre arbeitete der Verstorbene als Vize-Vorsitzender des SPD-Kreisverbades Warendorf mit dem im Nachbarkreis als Parteisekretär tätigen Lippstädter Werner Roß (1927-2011) eng zusammen. Für sein gesellschaftliches Engagement wurde der langjährige Bundes- und Kommunalpolitiker Horst Jaunich mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt. Unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und die Ehrenbürgerschaft der Stadt Ahlen.


