Elversberg überraschte zum Start

Lange haben die Anhänger des Sports mit dem runden Leder auf den Beginn der 64. Bundesliga-Auflage warten müssen. Immerhin lagen zwischen dem Abschluss der Saison 2025/26 und dem Beginn der Spielzeit 2026/27 fünfzehn Wochen. Und gleich zur Premiere in der Beletage überraschte der 59. Club in der Ligageschichte, die Sportvereinigung 07 Elversberg, mit einem Traumstart: Die Mannschaft aus dem Saarland besiegte die Leverkusener Werkself, die als Favorit gekommen war, mit 3:2. 

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Überrascht vom Start des Neulings aus Elversberg:
Der Lippstädter Hans Zaremba b eschreibt in seiner wöchentlichen Fußballkolumne den Auftakt der 64. Auflage der Bundesliga.

Leverkusen

Während beim Neuling daher viel an Jubel zu vermelden war, hatte der Meister des Jahres 2024 nach seinem totalen Fehlstart einiges aufzuarbeiten. Die vom in Deutschland wenig bekannten Carles Martinez Novell betreuten Rheinländer wurden bei ihrem Auftritt 70 Minuten lang kaum wahrgenommen. Zutreffende Worte sagte dazu der Tormann der Leverkusener, Mark Flekken, gegenüber den Medien: „Es hat heute einiges gefehlt. Es hat an mentaler Kapazität gefehlt, es hat an Energie gefehlt, es hat an Spielverständnis gefehlt.“

Paderborn

Auch den Domstädtern, die über die Relegation gegen Wolfsburg am Pfingstmontag ihren dritten Aufstieg in die Bundesliga schafften, gelang bei ihrem neuerlichen Liga–Comeback ein guter Beginn. Der SC Paderborn 07 erreichte sein 0:0 in Mainz dank einer konzentrierten Defensivleistung. Drei Trainer hatten die Blau-Schwarzen beim Erklimmen des Oberhauses. 2014: André Breitenreiter, 2019: Steffen Baumgart und 2026: Ralf Kettemann. Folglich rückten sie in den Fokus der Medien. So am letzten August-Samstag der aktuelle Coach Kettemann, der im ZDF-Sportstudio seinen Werdegang schilderte, glaubhafte Einblicke in die von ihm praktizierte Spielphilosophie vermittelte und selbstbewusst ankündigte: „Wir wollen Geschichte schreiben, und dafür braucht es wahrscheinlich ein bisschen Pragmatismus“, um diesmal einen direkten Wiederabstieg der Paderborner wie in 2015 und 2020 zu vermeiden.

Schalke

Katastrophal war hingegen mit 0:3 in Augsburg das Ergebnis des FC Schalke 04, dem dritten Aufsteiger. Der Traditionsclub aus dem Gelsenkirchener Vorort erfuhr in der Fuggerstadt eine bittere Lehrstunde. Obendrein kassierte ihr Mittelfeldakteur und einst für Paderborn aktive Ron Schallenberg noch eine rote Karte. Ausgerechnet nach dieser argen Klatsche erwarten die Königsblauen im eigenen Stadion den Rekordmeister aus München. Keine einfachen Voraussetzungen für die Knappen bei ihrer fünften Rückkehr in die Bundesliga. 

Dortmund

Am Abend zuvor konnte der Schalker Revierrivale aus Dortmund mit seinen griechischen Neuerwerbungen Giannis Konstantelias und Konstantinos Karetsas gegen Hamburg ein 2:0 verbuchen. Dabei überschatte die schwere Verletzung von Konstantelias das bereits zum Pausenpfiff feststehende Resultat. Der BVB spielte sich in der Partie mit den Hanseaten in einem regelrechten Rausch und Sirtaki-Gesänge auf den Rängen des schwarz-gelben Stadions begleiteten das von Niko Kovac formierte Team. Die Schlappe des Hamburger SV basierte im Wesentlichen auf seiner viel zu ängstlichen Darbietung in der ersten Halbzeit.

München

Unter den Blicken des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp setzte der Double-Sieger Bayern München in der Fröttmaniger Arena im Treffen mit dem VfB Stuttgart gleich wieder ein klares Statement. Ähnlich wie vor Jahresfrist mit seinem 6:0 über die Brausemänner aus Leipzig. Mit dem 5:1 gegen die Schwaben stellte die von Vincent Kompany gruppierte Auswahl ihren Qualitätsunterschied nachdrücklich heraus, obwohl ihrem Goalgetter Harry Kane in diesem Match kein Treffer gelang. Schon nach der ersten Partie des Branchenführers ist angesichts seiner Dominanz die erwartete Langeweile im Rennen um die Meisterschale zu registrieren.