Heftiges Debakel in Hamburg

Auch in ihrer zweiten Begegnung holte die Sportvereinigung 07 Elversberg einen Dreier. Zudem sorgten die Saarländer in Mönchengladbach für Aufsehen, als sie einen Rückstand von 1:3 noch in ein 4:3 umdrehten. Da überraschte es nicht, dass die Entwicklung des Aufsteigers am Abend des Spieltages mit der Gastrolle seines Coachs Vincent Wagner den Schwerpunkt im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF bildete.

Der Bundesligakommentar von Hans Zaremba

Für ihn ist Elversberg ein Lehrstück, wie ein Erfolg entsteht:
Das meint der Lippstädter Beobachter der Fußballszene, Hans Zaremba, in seiner aktuellen Kolumne zur Bundesliga.

 Elversberg

Das Vorkommnis mit der Gelb-Roten Karte, die dem Übungsleiter zum Pausenpfiff im Borussia-Park verabreicht wurde, konnte die Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein logischerweise in ihrem Interview nicht aussparen. Für den 40-jährigen Betreuer war der Platzverweis nach der vorhergehenden Szene mit dem umstrittenen Einwurf durch den Gladbacher Tim Kleindienst, der zum Tor für die Mönche führte, eine unverständliche Entscheidung. Zurück zur praktischen Arbeit des Elversbergers an der Seitenlinie: Dass er zu den vielen talentierten Nachwuchsspielern in seiner Crew, wie Maurice Krattenmacher, Cole Campbell und Francis Onyeka, ein so gutes Verhältnis aufgebaut hat, ist auch auf die Arbeit von Vincent Wagner vor seiner Fußballtrainer-Zeit als Lehrer für Sport und Geschichte zurückzuführen. Der kleinste Verein in der Geschichte der Bundesliga ist ein Lehrstück, wie ein Erfolg wirklich entsteht. Dies offenbaren der überschaubare Personalbestand in der Geschäftsstelle und ebenso das maßvolle Budget des 59. Clubs in der Historie der Beletage.

Schalke

Bemerkenswert ist gleichfalls das torlose Resultat von Schalke 04 gegen Bayern München. Obwohl der Rekordmeister während der gesamten Partie drückend überlegen war, schaffte er es nicht, den Abwehrriegel der aufopfernd kämpfenden Knappen zu brechen. Auffallend war, daß erneut dem Goalgetter Harry Kane im zweiten Bundesliga-Spiel kein Tor gelang. Für die Königsblauen ist das Remis im Vergleich mit dem Branchenführer ein wichtiger Antrieb für das nötige Selbstvertrauen, um im Kampf für den Erhalt der Klasse zu bestehen.

Paderborn

Hingegen musste der dritte Aufsteiger, der SC Paderborn 07, vor heimischer Kulisse gegen den SC Freiburg mit dem 0:1 einen ärgerlichen Rückschlag erdulden. „Der Lucky Punch hat gefehlt“, sagte der Innenverteidiger der Blau-Schwarzen, Laurin Curda, bei Sky und fügte passend hinzu: „Man sieht, dass es in der Bundesliga nicht so leicht ist, Tore zu schießen.“ Auch beim am dritten Spieltag anberaumten westfälischen Duell in Dortmund dürfte es für die Auswahl aus dem Hochstift nicht einfach sein, die Lederkugel in das Netz zu versenken.

Dortmund

Dass die Ostwestfalen im Revier auf einen starken Gegner treffen, hat das von Niko Kovac formierte Team in Sinsheim bewiesen. Dies belegen die Bilder aus dem Kraichgau nach dem 3:2 des BVB 09 gegen die TSG 1899. Während sich die arg enttäuschten Hoffenheimer nach dem Abpfiff auf eine fast vollständig geleerte Fankurve begaben, war der schwarz-gelbe Block noch gut gefüllt. Zusammen mit den Anhängern der Borussia jubelten die Kicker aus dem Ruhrpott über einen überaus glücklichen Sieg in einer Partie, die sich nicht nur für den Dortmunder Sportgeschäftsführer Lars Ricken „nicht wie ein Auswärtsspiel“ angefühlt hatte.

Hamburg

Obwohl der Hamburger SV nach siebenjähriger Oberhaus-Abwesenheit seine erste Saison zur Rückkehr in die oberste Spielklasse des nationalen Fußballs mit 38 Punkten auf dem 13. Rang abschloss, zählte er beim Ausblick auf die 64. Auflage der Bundesliga bei etlichen Experten als ein denkbarer Abstiegsanwärter für den Mai 2027. Auf das 0:2 bei Borussia Dortmund kassierte der Traditionsverein am vergangenen Sonntagnachmittag im Volkspark gegen FSV Mainz 05 mit dem 0:5 wiederum eine böse Klatsche. Folglich schrillen nach diesem heftigen Debakel in der Freien und Hansestadt die Alarmsignale mehr als deutlich.